Forschungsneubau CIL(A)

Wien

Der Forschungsneubau CIL(A) der BOKU bildet den westlichen Abschluss des Campus Türkenschanze und reagiert durch seine gedrehte Stellung auf den Übergang zum Döblinger Friedhof. Die niedrige Gebäudehöhe fügt sich zurückhaltend in die Bestandsgebäude der BOKU Wien ein. Ein neuer begrünter Platz bildet die zentrale Ankunftszone und den Ausgangspunkt des BOKULEVARDS.

Alle Funktionen werden in einem kompakten Baukörper gebündelt. Dadurch entstehen kurze Wege, funktionale Synergien und die Grundlage für ein nachhaltiges Gebäudekonzept.

BOKU Forschungsbau CIL (A)

Das Untergeschoss wird in Massivbauweise aus Ortbeton errichtet. Die Obergeschosse basieren auf einem 2-m-Raster in Holzmassivbauweise. Vorgefertigte Fassadenelemente ermöglichen eine präzise und schnelle Bauweise.

Die Trennung der Bauweisen erfolgt im Übergang vom UG zu EG. Im Untergeschoss werden sämtliche erdberührenden Bauteile in Ortbeton als Massivbauweise ausgeführt. Das Untergeschoss springt bewusst zurück, um den neu geschaffenen zentralen Platz des Campus in das Gebäude einzubeziehen. Die Pilaster zum Hof hin, von dem aus das Forschungsgebäude im Untergeschoss betreten wird, sind aus gebrochenem Naturstein gefertigt.

Die Konstruktion der Obergeschosse folgt einem klaren konstruktiven Raster von 2 m, das durch Wände in Holzmassivbauweise gegliedert wird. Dieses Raster ist auf den ressourcenschonenden Einsatz von Holz optimiert.

Die Fassade ist auf dieses Konstruktionsraster abgestimmt. Dadurch können Fassadenelemente seriell vorgefertigt werden, was die Bauzeit verkürzt und gleichzeitig einen hohen Grad an Präzision mit sich bringt.

Materialoptimierte Deckenkonstruktionen reduzieren den Materialverbrauch und ermöglichen eine geringe Gebäudehöhe. Im Erdgeschoss befinden sich die großvolumigen Nutzungen wie Roboterlabor, Prüfhalle, Holzwerkstatt und Betonlabor. Die Arbeitsräume der Geotechnik liegen kompakt im Obergeschoss und verfügen über eine gemeinschaftlich nutzbare Terrasse.

Die Materialien der einzelnen Forschungslabore werden auch im architektonischen Entwurf aufgegriffen und stehen repräsentativ für einen hohen ästhetischen und technischen Standard. Die Innovationskraft des Innenlebens des neuen Gebäudes bleibt konstruktiv und architektonisch ablesbar.

Die offene Erschließung, kurze Wege, natürliche Belichtung und Bezüge zum Außenraum prägen das Gebäude. Eine optionale Durchfahrt und versickerungsfähige Wege ergänzen das Erschließungskonzept.

Die Beheizung und Kühlung erfolgt über Tiefensonden und eine Wärmepumpe. Die Gebäudeausrichtung, Verschattung durch Bäume, begrünte Pergola und thermische Pufferzonen unterstützen einen energieeffizienten Betrieb.

Das Gründach dient der kontrollierten Regenwasserspeicherung und -ableitung. Der Einsatz von Holz und demontierbaren Verbindungen ermöglicht einen späteren Rückbau und unterstützt das Prinzip des zirkulären Bauens.

Ein Großteil der bestehenden Versiegelung wird reduziert. Die Straße wird verkleinert und mit drainagefähigem Material ausgeführt. Der Baumbestand bleibt weitgehend erhalten; zusätzliche Bäume und Grünflächen schaffen einen attraktiven Aufenthalts- und Ankunftsbereich. Radwege und Sitzmöglichkeiten ergänzen den Freiraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

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Projektdetails

Projektstatus: Wettbewerb 2026
Projekttyp: Neubau Forschungsbau CIL (A)
Standort: Wien, Österreich
Auftraggeber: Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H.
Materialien: Holzhybridbau

Pläne

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