Der einfache, zweigeschossige Baukörper mit Satteldach folgt der Jahrhunderte alten Logik der Architektur der Region. Der Neubau erhält zur Straße hin eine klar ablesbare, dreigeschossige Giebelfront. Zu drei Seiten ist das Untergeschoss in die Topographie eingeschnitten, was optimale Lagerbedingungen für den Wein garantiert und den Baukörper in der Landschaft zurücknimmt.
Das Erdgeschoss wird von Norden her erschlossen und besteht aus sechs gemauerten Blöcken, welche einen großzügigen repräsentativen Verkostungsraum umschließen, der sich zu allen Seiten mit raumhohen Öffnungen in die umgebende Landschaft erweitert. Im hölzernen Dachgeschoß ist das Wohnen untergebracht, welches der konstruktiven Struktur folgt und um einen zentralen, bis unter den First emporragenden Wohnbereich organisiert ist. Dieser öffnet sich über zwei teilüberdachte Terrassen nach Süden.
Der großzügige Verkostungsraum ist teilbar und erweitert sich über geschützte Außenbereiche in den Freiraum. Die Materialisierung und Oberflächengestaltung arbeitet mit unbehandelten, regionalen Materialien und setzt diese in ihrer jeweils sinnvollsten Art und Weise ein. Der Lehm aus eigenem Aushub liefert Speichermasse und Feuchtigkeitsregulierung für die Innenräume. Das Holz überspannt mühelos die wirtschaftlichen Spannweiten und schafft wohlige Atmosphäre im Wohnbereich.
Der Baukörper übersetzt damit die konstruktive Logik und das Erscheinungsbild der traditionellen Architektur der Region in eine zeitgemäße, der Bauaufgabe angemessene Sprache.